Steinbock

Sie brauchen nicht – wie sonst üblich – durch ein Fernglas sehen, wenn Sie Steinböcke beobachten möchten. Die Kletterer der Berge sind bei all ihrer Stattlichkeit und Kompaktheit gute Bergsteiger, die ebenso schnell und behände den Berg hinauf springen, wie wir geradeaus laufen … Und der Greif, den Sie bei der ersten Fütterung beeindruckend auf sich zu­fliegen sehen werden, hat Sie bereits beim Aussteigen aus dem Auto erblickt!

Schon im Mittelalter wurde den Steinböcken nach­ge­stellt, mit Verbreitung der Feuerwaffen wurden sie sehr schnell fast überall ausgerottet. Fast alles am Steinbock sollte „für oder gegen etwas gut sein“. Horn, Herz, Blut, Knochenmark, ja selbst der Mist in Alkohol ein­gelegt wurden in der Volksmedizin verwendet. Der Erleger eines Steinbockes war somit ein gemachter Mann.

Vorkommen

Der Alpensteinbock lebt im gesamten Bereich der Alpen. Vorkommen gibt es in der Schweiz, in Frankreich, Öster­­­reich, Italien und Deutschland. Anfang des 19. Jahr­hun­derts war das Steinwild fast ausgerottet. Nur im itali­enischen Gran Paradiso hatten weniger als 100 Tiere über­­lebt. Durch strenge Unterschutzstellung, Zucht- und Wiederansiedlungsprojekte leben heute wieder mehr als 40.000 Tiere im gesamten Alpenraum.

Lebensraum

Der Alpensteinbock lebt meist oberhalb der Waldgrenze in den Felsregionen bis 3500 m. Nur in den Winter­monaten steigt er bis auf 1800 m in den Bergwald­bereich herunter.

Körperbau

Kopf-Rumpf-Länge: 120–170 cm
Schulterhöhe: 70–100 cm
Gewicht: Männchen bis zu 150 kg, Weibchen ca. 40 kg

Beide Geschlechter tragen Hörner. Die der Weibchen sind 15 bis 30 cm lang, während die Böcke bis zu 140 cm lange Hörner tragen können. Das Winterfell ist meist grau, während das Sommerfell mehr bräunlich ist.

Nahrung

Gräser, Kräuter, Blätter und Knospen von Büschen und Bäumen.

Lebensweise

Vom Frühling bis zum Herbst leben weibliche und männ­­­liche Tiere in getrennten Verbänden. Während der Brunft im Dezember und Januar stoßen die Böcke zu den Geißenrudeln. Hierbei kommt es zu Kämpfen zwischen den stärkeren Böcken, dabei steigen sie hoch und schlagen mit den Hörnern laut krachend gegeneinander. In der Natur werden Steinböcke selten älter als 10 bis 12 Jahre, in Gehegehaltung können sie bis zu 20 Jahre alt werden.

Feinde

Erwachsene Steinböcke haben keine natürlichen Fressfeinde mehr. Kitzen wird allerdings der Steinadler gefährlich.

Fortpflanzung

Paarungszeit ist Dezember und Januar. Meist kommt 1 Junges zur Welt, Zwillingsgeburten sind selten.

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