Rothirsch

Der kapitale Rothirsch zeichnet sich durch ein besonders großes und weitverzweigtes Geweih aus! Im mitteleuropäischen Raum ist der Rothirsch das größte freilebende Wildtier. Als ‚Hahn im Korb' fühlt er sich daher auch als echter König des Waldes. An Besucher ist unser Rotwild gewöhnt und so schaffen Sie es, diese Fluchttiere ganz nah und in Ruhe zu betrachten - auch ohne, still im Gebüsch getarnt, mehrere Stunden zu warten.

Vorkommen

Rothirsche sind in mehreren Unterarten in Europa und Asien verbreitet. In Deutschland lebt das Rotwild noch auf ca. 15 % der Fläche. Die meisten Bundesländer haben besondere Rotwildgebiete festgelegt, außerhalb dieser Gebiete wird kein Rotwild geduldet.

Lebensraum

Normalerweise benötigt Rotwild zur Äsung größere offene Flächen und unternimmt je nach Jahreszeit weite Wanderungen. Durch die intensive landwirtschaftliche Nutzung und die Zerschneidung der Landschaft ist das Rotwild heute jedoch meist in größere zusammenhängende Waldgebiete zurückgedrängt.

Körperbau

Kopf-Rumpf-Länge: 180–200 cm
Schulterhöhe: ca. 130 cm
Gewicht: Männchen bis zu 350 kg, Weibchen ca. 120 kg

Die Fellfarbe ist im Sommer Rotbraun, im Winter dagegen Graubraun.

Nahrung

Rotwild ist ein reiner Pflanzenfresser und ernährt sich von Gräsern, Kräutern, Blättern, Knospen und Baum­rinde. Im Herbst gehören außerdem Pilze und Baumfrüchte wie Bucheckern und Eicheln auf den Speiseplan. Auch Ackerpflanzen wie Rüben, Mais und Hafer werden gefressen.

Lebensweise

Außerhalb der Brunftzeit leben Hirsche und weibliche Tiere in getrennten Rudeln, alte Hirsche sind meist Einzelgänger, oft mit einem jüngeren Beihirsch. Rotwild verbringt ca. 8 bis 10 Stunden am Tag mit Äsen und 5 bis 6 Stunden mit Ruhen und Wiederkäuen. Rothirsche in freier Wildbahn erreichen selten ein Alter über 16 Jahre, in Gehegehaltung können sie bis zu 20 Jahre alt werden.

Feinde

Natürliche Feinde des Rotwildes sind Wolf und Bär.

Fortpflanzung

Die Rotwildbrunft dauert von Mitte September bis Mitte Oktober. Sie findet auf sogenannten Brunftplätzen statt. Die starken Hirsche kämpfen um das Rudel und nur der stärkste Hirsch, der Platzhirsch, kann sich mit den weiblichen Tieren paaren. Die Kälber werden im Mai geboren.

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